RV 17, Norwegens schönste Küstenstraße?

(Fotos zum Vergrößern anklicken)

6.September

Nach einem ausgiebigen Stadtbummel in Bodö -keine Fotos wegen Regen und Kälte – zieht es uns weiter, wir wollen die Küstenstraße RV17 nach Süden fahren. Sie verläuft äußerst weit westlich, immer dicht am Nordmeer, teilweise über Inseln, und sechs Mal muss man mit einer Fähre übersetzen. Nach ca. 600km hat man dann Steinkjer kurz vor Trondheim erreicht.

Das erste highlight ist der Saltstraumen, die stärkste Gezeitenströmung der Welt. Das Wasser rauscht bei Flut mit bis zu 37km/h landeinwärts durch die 150m breite Meerenge und sechs Stunden später wieder zurück (zur Erinnerung: unser Boot fuhr ma. 13km/h), ein grandioses Schauspiel.

Wir fahren über die riesige Brücke, durchqueren etliche Tunnel, bummeln zwischendurch in kleinen Orten und kommen irgendwann zum Gletscher Svartisen (Schwarzes Eis). Die Gletscherzunge reicht fast bis zum Fjord hinunter. Mit einem Boot kann man übersetzen und bis an den Gletscher herangehen, eigentlich, aber die Saison ist zu Ende und der Fährbetrieb eingestellt! Dieses Mal bin ich doch etwas sauer, darauf hatte ich mich doch sehr gefreut. Nun ja, ein paar Fotos müssen reichen.

Am Abend stehen wir wieder einmal alleinallein auf einem CP, natürlich direkt am Wasser. Überraschung am nächsten Morgen: die Schiffe der Hurtigrute fahren direkt am CP vorbei, und noch besser: hier begegnen sich die nordgehenden mit den südgehenden Schiffen. Heute sind es die „Polarlys“ und die „Lofoten“. Traditionell wird dreimal gehupt, kennen wir ja.

Zwischendurch machen wir immer mal wieder ein paar kleine Spaziergänge und da findet man jetzt besonders viel

 

8.September

Das Wetter hat sich etwas beruhigt und die Sonne traut sich heraus. Heute stehen mindestens zwei Fährüberfahrten auf dem Programm. Die erste Fähre verpassen wir um wenige Sekunden, also gut zwei Stunden auf die nächste warten. Wir müssen ohnehin noch einkaufen, und die Sonne scheint, so what..Die Überfahrt dauert nur 10 Minuten, dann 28km fahren, wieder gut eine Stunde warten. Inzwischen ist es richtig warm geworden, und kein Wind! Die nächste Überfahrt dauert gut eine Stunde und wir passieren den Polarkreis, diesmal keine Polartaufe.

 

Heute fahren wir nicht mehr weit, wir wollen das schöne Wetter genießen. An einer Nebenstraße finden wir einen kleinen Stellplatz neben Ferienhäusern, die aber nicht mehr bewohnt sind. Der Sonnenuntergang ist wieder sehr sehenswert.

 

Der nächste Tag bringt wieder Regen und wir sehen fast nichts, keine Berge, keine Inseln. In Nesna fahren wir auf die dritte Fähre, machen später einen Bummel durch das bei diesem Wetter ausgestorbene Sandnessjöen und suchen uns einen CP. Wir brauchen mal wieder einen Ruhetag, müssen Wäsche waschen etc. In Alsterhaug bleiben wir. In den Ferienhäusern sind noch einige Angler, die vor keinem Wetter zurückscheuen und gute Beute machen.

Ich nutze den Ruhetag, nehme mein Fahrrad und fahre zum Petter-Dass-Museum, ein nagelneues supermodernes Gebäude, eingekeilt zwischen zwei Felswänden, neben der alten Kirche, in der Petter Dass gewirkt hat.

11.September

In der Nacht beginnt es wieder zu regnen, und wir beschließen, die Fahrt auf dem RV17 abzubrechen und zurück nach Schweden zu fahren. Dazu müssen wir ein Stück zurück fahren, über die große Helgelandsbrücke kommen wir nach Mosjöen und an die E6, auf der wir zügig südwärts kommen.

Wir wählen eine kleinere Straße, um möglichst schnell nach Schweden zu kommen, kein guter Plan, die Straße wird schmaler, schlechter, sehr kurvig, wir sind ja im Gebirge.

 

Wir hoffen, dass es ab der schwedischen Grenze besser wird, aber so kann man sich täuschen…35km Schotterstraße bis Gäddede, aber dann kommen wir zügig zum anvisierten NaturSP am Flåsjön, den wir von der Hinreise kennen.

 

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