Flåm und seine Flåmbahn

Flåm liegt schon an einem Fjord, ganz weit im Inneren des Sognefjords, dem längsten Fjord Norwegens. Der Ort hat eigentlich nichts zu bieten, wäre da nicht die Flåmbahn, ein echtes Meisterwerk, fertig gestellt 1944 nach 20jähriger Bauzeit und nur 20 km lang. Aber sie hat einen gewaltigen Höhenunterschied zu überwinden, von null auf über 800m. Dafür sind etliche Tunnel und sogar Kehrtunnel notwendig. Heute ist die Bahn nur noch eine touristische Attraktion, die aber bestens angenommen wird. Erst für den Nachmittag des nächsten Tages haben wir Tickets bekommen, schlappe 480 Nok pro Person durften wir dafür auf den Tisch legen. Die großen Kreuzfahrtschiffe können bis Flam fahren, das erklärt wohl den großen Andrang. Wir fühlten uns irgendwie nach Asien versetzt…

Unterwegs hält der Zug an einem Wasserfall und alle dürfen aussteigen. In Myrdal, der Endstation, hat man 10 Minuten Pause, dann geht es schon wieder hinunter.

 

Von oben kann man auf dem Rallarvegen mit dem Fahrrad hinunter fahren, hätten wir gerne gemacht, aber Gesundheit und Wetter waren nicht so zuverlässig. Beim Bau der Bahn wurde dieser Weg für die Arbeiter und den Materialtransport angelegt, heute wird er als Radweg genutzt, ist aber sehr anspruchsvoll.

Wir blieben drei Tage auf dem CP, teils weil das Wetter so schlecht war, viel Regen, aber auch, weil wir mal wieder etwas ausspannen mussten, ja, auch Reisen ist anstrengend.

Und dann hatte plötzlich die Batterie unseres Womos keine Lust mehr, gab beim Starten keinen Pieps mehr, da musste erst der Trecker kommen und Starthilfe geben. Aber  dann eine spannende Fahrt. Wir wollten nicht noch einmal durch den langen Tunnel, sondern haben die alte Straße genommen, den Snövegen, der erst ab Anfang Juni frei gegeben wird. Auf einspuriger Bahn ging es in vielen Kehren bergauf, Begegnungen waren recht abenteuerlich, an einer Seite der Berg, an der anderen der Abgrund. Oben gibt es einen phantastischen Aussichtspunkt, den Stegastein.

 

 

 

Aber es ging noch höher, bis über 1300 m, und damit wieder über die Baumgrenze. Und hier sah es dann so aus…

 

 

Meterhoch türmte sich der Schnee neben der Straße, und nein, ich bin nicht mit dem Rad gefahren, aber es macht sich doch ganz dekorativ, oder?

Bald ging es wieder abwärts und mit jedem Meter wurde es güner, bis wir wieder unten am Fjord waren. Dort erwartete uns die Fähre nach Kaupanger. Weiter ging es Richtung Norden, noch ein kurzer Stopp am Fuße einer Gletscherzunge, dem Boyabreen,

bis zum CP im Oldental. Und damit genug für heute.

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