Endlich auf die Vogelinsel Runde

(Fotos zum Vergrößern anklicken)

 

Immer wieder habe ich von dieser Insel gelesen und mich dorthin geträumt, endlich ist es soweit. Runde ist die letzte einer ganzen Kette von Inseln, die alle mit Brücken verbunden sind. Die erste erreicht man durch einen seehr tiefen Tunnel. Er geht bis 275 m unter den Meeresspiegel und ist damit der tiefste Tunnel der Welt, wieder ein Rekord. Die anderen Inseln sind mit Brücken verbunden. Die letzte Brücke nach Runde wurde 1981 gebaut. Damals lebten 160 Menschen auf der Insel, und der Staat war daran interessiert, dass die Inseln bewohnt bleiben. Rechnet man die Pro-Kopf-Kosten, dürfte das eine der teuersten Brücken sein.

Am Ende gibt es einen kleinen, einfachen, aber sehr beliebten CP, der sehr voll ist. Klar, in allen Reiseführern wird diese Insel empfohlen. Runde ist die südlichste Vogelinsel, tausende von Vögeln brüten hier. Und alle wollen die putzigen Papageientaucher sehen, wir natürlich auch. Sie kommen abends zwischen 21 und 22 Uhr zu ihren Nestern und sind dann recht zutraulich. Dazu muss man aber erst einmal den anfangs recht steilen Berg besteigen, nach gut 30 Minuten erreicht man dann die Stelle. Die Zahl der Papageientaucher ist drastisch zurückgegangen, Wasserverschmutzung, Fischmangel? Ich war etwas enttäuscht, dass nur so wenige Vögel da waren.

Eine etwas längere Wanderung führte uns zum Leuchtturm an der nördlichen Spitze. Wenn man erst einmal den ersten steilen Anstieg bewältigt hat, läuft man auf einer Hochebene, immer mit phantastischer Aussicht.

Hier oben wurde bis in die 50er Jahre Torf abgestochen zum Heizen, Wald gibt es hier nicht. Heute heizt man überwiegend mit Strom. Unser Rundweg führte uns an einem weiteren Vogelparadies vorbei. An einer Felswand brüteten tausende von Basstölpeln.

Nach gut drei Stunden waren wir zurück. Den ganzen Tag war es bewölkt. Aber um 22 Uhr kam die Sonne doch noch heraus,  nur leider schon hinter dem Berg.  Doch dann, gegen 23 Uhr, kam sie noch um den Berg herum und bescherte uns einen wunderschönen Untergang, da war es schon fast halb zwölf. Als wir uns eine Stunde später ins Bett verzogen haben, war es immer noch so hell, dass man draußen lesen konnte.

 

 

 

 

 

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