Die Mani, südlicher geht nicht

Jetzt haben wir uns doch noch entschlossen, eine Rundreise über die Halbinsel Mani, den mittleren Finger des südlichen Peloponnes, zu machen, landsend zieht mich wieder magisch an. Über Kalamata  (neue Umgehungsstraße) fahren wir zunächst bis Stoupa,  dort machen wir Pause am Strand, dann weiter bis Neo Oilytho, wo wir einen SP kennen. Es gibt ihn noch und immer noch kostenlos.

Die Nacht ist nicht gerade gut, heiß, schwül und wahnsinnig viele Mücken. Warum mag ich Griechenland manchmal nicht?

Ans Ende Europas

Eigentlich wollte ich die letzten 50km bis zum Kap mit dem Rad fahren, aber Erich hat Bedenken. Es ist aber auch wieder sehr schwül heute, vielleicht wieder Gewitter? Und die Höhenunterschiede sind auch nicht zu unterschätzen.


Die Mani, schroffe baumlose Berge, felsige, kaum zu erreichende Küsten, fast menschenleer, irgendwie gefällt mir diese archaische Gegend, hat was Besonderes.

Auffallend sind die Wohntürme in den Dörfern, einst von reichen Familien als Festungen erbaut, immer gab es Kämpfe zwischen den maniotischen Familien. An den steilen Hängen kann man bis weit nach oben noch gut die winzigen Ackerterrassen erkennen, wieviel Mühe dahinter steckt.
Wir fahren zunächst bis Gerolimena, ein letzter kleiner Fischerort, wo wir mal wieder einen Frappé trinken. Ein Kiesstrand lädt zum Baden ein, glasklares Wasser.
Und weiter gehts auf schmaler Straße, zum Glück kaum Verkehr, bis zum südlichen Ende der Mani, gleichzeitig der südlichste Punkt des Peloponnes. Vom Parkplatz, auf dem wir später übernachten werden, geht ein Wanderweg zum Leuchtturm,  weiter geht es wirklich nicht.

Nach ca. 45 Minuten haben wir ihn erreicht, bei Sonne dürfte der Weg ganz schön mühsam sein.



Sagte ich schon,  dass ich ein immer gerne irgendwo am letzten Ende stehe? Und jetzt stehen wir am südlichsten Punkt Europas (Festland), den ein ziviler Mensch erreichen kann. Der eigentlich südlichste Punkt in Tarifa/ Spanien ist nämlich militärisches Sperrgebiet. Wieder ein Rekord, ha! Auf dem Rückweg schauen wir uns noch die Ausgrabung genauer an.

Nach der Rückkehr kehren wir in der Taverne in der Nähe des PPs ein, Erich bekommt ein Bier, ich einen Wein und wir teilen uns ein Souvlaki, das Leben ist schön!

12.Oktober

Wir werden von Schüssen und Hundegekläffe geweckt, die Jagdsaison hat begonnen. Nix wie weg hier! Etwas traurig verlasse ich dieses schöne Ende der Welt. Kurz vor Vathia stellen wir uns auf einen Parkplatz mit Meerblick und frühstücken erst einmal.

Schon gestern fand ich diesen Ort sehr beeindruckend, heute schauen wir ihn etwas genauer an. Vathia liegt auf einem Hügel, rundherum die kahle, mondähnliche Landschaft der Mani. Die typischen Wohntürme stehen dicht gedrängt, einige versucht man wohl zu renovieren, aber eher halbherzig. Das Problem ist, dass die Geschossdecken aus Holz zusammenfallen, keine gute Perspektive. Einst muss es ein ziemlich reicher Ort gewesen sein, heute wohnen nur noch zwei Familien das ganze Jahr in Vathia. Wir bummeln lange durch die engen Gassen, behindertengerecht ist es hier wirklich nicht!



Auf der Ostseite der Mani fahren wir weiter Richtung Githio. Die Straße ist erstaunlich gut und kaum Verkehr, trotzdem kommen wir nur langsam voran, zu viele Kurven. Wir halten noch einige Male, erinnern uns, dass wir hier schon früher waren. In Lagia trinken wir noch einen (überteuerten) Frappé, kaufen Seife und Honig und fahren dann bis Githio, wo wir uns auf dem CP Meltemi niederlassen.

Dieser Beitrag wurde unter Griechenland 2019, Korfu, Lefkas, Peloponnes, Unterwegs abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s