Mal wieder in die Berge, zu den Klöstern Prodromou und Filosófou

15 OKTOBER 2019Es gibt inzwischen auch gute Straßen in Griechenland, z.B. die Umfahrung von Gythio, die Straße nach Sparta und danach die absolut leere Autobahn bis Megalopoli. Sie ist gebührenpflichtig, deshalb so leer? Oder gibt es in Griechenland keine LKWs?

Wir kommen jedenfalls gut voran. Die letzten km führt uns unser Navi dann wieder auf eine fürchterliche Nebenstrecke. In Karitena machen wir Pause, ein Dorf, mal wieder an einen Hügel geklatscht, die Häuser kleben förmlich am Hang. Und darüber eine mächtige Festung, deren Grundrisse noch gut erhalten sind. Klar steigen wir bis zum höchsten Punkt hinauf und werden wieder einmal mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

 

Das Dorf macht einen recht verschlafenen Eindruck, viel Tourismus ist hier wohl nicht. Dennoch gibt es gleich mehrere Tavernen entlang der engen Ortsdurchfahrt, wovon leben die? Wir essen ein Omelett und trinken eine Cola, dann geht es weiter. Noch 15km, dann sind wir am heutigen Ziel, am Ende der Straße im Lousios-Tal, wo wir morgen wandern wollen. Etwa 2km vorher stoppt uns der Fahrer eines deutschen Wohnmobils, unten stünde ein großer Reisebus und es sei kein Platz mehr. Den solle man erst kommen lassen, denn die Straße sei sehr schmal. Ich gehe zu Fuß hinunter und warte unten. Ja, hier ist wenig Platz, aber es reicht für zwei Womos und am Abend sind alle Autos weg. Wir schauen uns noch die Asklepios-Ausgrabungen an,

neben uns rauscht der Fluss Lousios, später koche ich…

das wird ein gute Nacht…

16. Oktober

Klösterwanderung

10 Grad am Morgen, so kalt hatten wir es lange nicht! Und es dauert lange, bis die Sonne über den Berg kommt. Wir ziehen unsere Bergschuhe an und machen uns auf den Weg. Zunächst über die Brücke,

 

dann im Tal des Flusses Lousios.

Wir passieren die kleine Kapelle

und wandern weitgehend durch Waldgebiet, immer leicht ansteigend. Eine weitere Brücke bringt uns auf die andere Seite, hier ist das Tal schon sehr eng und der Fluss hat sich tief ins Gestein eingegraben. Jetzt geht es steil bergauf und irgendwann erreichen wir das Kloster Prodromou. Wie ein Nest hängt es unter einer nach oben überhängenden Felswand, völlig von der Welt abgeschieden, absolut beeindruckend.

 

Ein Mönch empfängt uns, zeigt uns die in den Fels gebaute Kapelle aus dem Jahre 1167 (fotografieren nicht erlaubt) und lädt uns zu einem griechischen Kaffee mit Gebäck und klebriger Süßigkeit ein. Vom Balkon hat man eine sehr schöne Aussicht. Wir wandern weiter, wieder abwärts in die canyonartige Schlucht, wieder eine Brücke, und über Serpentinen hinauf bis zum alten Kloster Filosófou, nur noch eine Ruine.

Und dann noch viele Stufen hinauf zum neuen Kloster Filosófou, dem Endpunkt der Wanderung.

 

Nicht ganz, denn wir müssen ja noch den ganzen Weg zurück. Nach gut vier Stunden sind wir wieder am Womo. Diese Wanderung war ein absoluter Höhepunkt unserer diesjährigen Griechenlandreise.
Da wir doch recht erschöpft sind, bleiben wir einfach eine weitere Nacht stehen. Im Fluss Lousios können wir uns wunderbar erfrischen, aber saukalt!

 

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2 Antworten zu Mal wieder in die Berge, zu den Klöstern Prodromou und Filosófou

  1. Ingrid schreibt:

    Hi ihr zwei!
    Bei dem neuesten Beitrag kann man nicht kommentieren, deswegen hier:
    Schaut mal bei Wingamm, z. B. hier:

    Nicht ganz preiswert, aber qualitativ hochwertig und interessant.
    Liebe Grüße, Ingrid

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