Rio Matarraña…schluchtiger geht es kaum

24 MÄRZ 2019

Zunächst einmal brauchen wir Gas (12,70€bei Repsol), dann müssen wir unbedingt einkaufen. In Teruel finden wir alles. Erst gegen 13 Uhr geht es richtig los, über Landstraßen bis Valderrobes. Die Fahrt ist toll, beste Straßen und absolut kein Verkehr.

Die Gegend ist dünn besiedelt, nur selten kommen wir durch kleine Orte und die haben teilweise auch schon Umfahrungen. Und die Landschaft, besonders gleich nach Teruel, ist grandios, eine Kargheit von ganz besonderer Art. So macht auch das Beifahren Spaß. Nach 225km erreichen wir den CP kurz vor Valderrobes, ein sehr neuer Platz mit ausgezeichneten Sanis. Ich kaufe noch einen hiesigen Wein und koche…ein gemütlicher Abend. Und wlan ist auch frei…
Am nächsten Tag sind wir (ich) etwas unentschlossen, bleiben oder weiter fahren. Eigentlich wollten wir weiter, andererseits gibt es hier so viel zu entdecken. Ich habe gestern Abend einiges im Internet entdeckt: eine Via verde, also ein Radweg auf stillgelegter Bahntrasse, eine Bergtour, eine Schluchtwanderung…Das Problem ist wie so häufig der Startpunkt, finden wir einen Parkplatz fürs dicke Womo? Fast geraten wir in Streit, weil ich eigentlich alles will. Wir fahren erst einmal nach Beceite, 8km entfernt. Dort lassen wir uns im Touribüro beraten. Zum Startpunkt der Schluchtwanderung können wir sonntags nicht fahren, die Straße ist sehr schmal. Wir müssten noch 3km Straße laufen, dann beginnt der Wanderweg. Aber wir haben ja Fahrräder! Dann können wir auch das Womo in Beceite stehen lassen und die 6km bis zum Startpunkt fahren, eine sehr schöne Strecke übrigens, und wir sind ganz froh dieses schmale Sträßchen nicht mit dem Womo gefahren zu sein. Am Ende der Straße schließen wir die Räder dreifach an einen Pfosten, wird schon niemand mitnehmen.
Die Wanderung entlang des Rio Matarraña ist mal wieder ein Höhepunkt. Immer am Fluss entlang, teilweise auf Holzstegen, weil sonst kein Platz ist.

Das Wasser ist glasklar, lädt zum Baden ein, ist aber verboten. Viel Wasser führt der Fluss zur Zeit nicht, es hat ja wochenlang nicht geregnet. Immer weiter laufen wir in die Schlucht hinein, die Berge über uns werden immer höher. Der Weg wird schwieriger, wir müssen dauernd über riesige Felsbrocken klettern.

Aber wir schaffen es bis zum Ende, nach 1,5 Stunden geht es für uns nicht mehr weiter, dann müsste man im Wasser waten. Im Sommer kann man wohl noch etwas weiter, dann wird die Schlucht noch enger. Aber auch hier ist es schon gewaltig, die Felswände steigen senkrecht über uns hoch, die Sonne kommt schon nicht mehr ins Tal.

Der Rückweg ist problemlos, die Fahrräder haben brav auf uns gewartet. Insgesamt eine ziemlich anstrengende Tour, und so sind wir froh, dass der SP in Valderrobes annehmbar ist und wir dort ruhig übernachten können.

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