Die Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau

Wir haben ja eigentlich ein sehr schönes Wohnmobil, und wir fühlen uns auch sehr wohl darin. Nur manchmal, allerdings immer öfter, macht es uns Probleme, immer wieder geht etwas kaputt. Das meiste kann Erich zum Glück selber reparieren, aber mehrmals mussten wir im letzten Jahr eine Werkstatt aufsuchen, lästig wenn man auf Reisen ist. Eine zweite, ebenfalls manchmal unangenehme Eigenschaft ist die Breite unseres Womos. Wir fahren gerne enge Bergstraßen, passieren dabei Dörfer, wo es zum Teil halsbrecherisch eng ist, von den niedrigen Balkonvorsprüngen mal ganz zu schweigen. So wächst allmählich in uns die Idee, das Womo gegen ein kleineres und schmaleres Womo zu tauschen. Also, was bietet sich da an…erst mal auf die CMT nach Stuttgart, die alljährlich im Januar stattfindet. Da das Wetter zur Zeit frühlingshaft mild und kein Schnee zu erwarten ist, haben wir das Womo aus dem Winterschlaf geholt, haben gepackt und sind am Sonntagnachmittag losgefahren. Die CMT bietet reichlich Stellplätze an, leider nicht sehr günstig, 25 € pro Tag sind schon eine Ansage. Dennoch war es gut, nicht so spät anzukommen, denn am Abend war alles rappelvoll.Nachdem die letzten Flugzeuge gestartet waren und es auch auf der nähen A8 ruhiger wurde, schliefen wir, wie immer im Womo, tief und fest.
Wir begannen unseren Messebesuch in Halle 10, wo man Kastenwagen von vielen verschiedenen Firmen besichtigen kann. Und wir haben uns viel Zeit gelassen, Sitzproben, Liegeproben, Duschen, Kochproben..naja, nicht wirklich. Und wir stellten fest, dass die Unterschiede der einzelnen Firmen eigentlich marginal sind, immer sitzt man an einer schmalen unbequemen Dinett. Fällt niemandem etwas Neues ein? Also wir wissen was wir wollen: ein außen kleines Womo mit einem riesigen Innenraum. Ist doch ganz einfach, oder? Ich glaube, wir haben den Traum vom Kastenwagen ausgeträumt. Wie schön war es nach einem langen Messetag in einen gemütlichen Sessel zu plumpsen, die Füße hochzulegen und bei einem Glas Wein den Abend zu genießen. Manchmal braucht man wohl etwas Input, um das Vorhandene wieder zu schätzen.
(Sorry, vor lauter Schauen hab ich völlig vergessen zu fotografieren)

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Mal wieder in die Berge, zu den Klöstern Prodromou und Filosófou

15 OKTOBER 2019Es gibt inzwischen auch gute Straßen in Griechenland, z.B. die Umfahrung von Gythio, die Straße nach Sparta und danach die absolut leere Autobahn bis Megalopoli. Sie ist gebührenpflichtig, deshalb so leer? Oder gibt es in Griechenland keine LKWs?

Wir kommen jedenfalls gut voran. Die letzten km führt uns unser Navi dann wieder auf eine fürchterliche Nebenstrecke. In Karitena machen wir Pause, ein Dorf, mal wieder an einen Hügel geklatscht, die Häuser kleben förmlich am Hang. Und darüber eine mächtige Festung, deren Grundrisse noch gut erhalten sind. Klar steigen wir bis zum höchsten Punkt hinauf und werden wieder einmal mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

 

Das Dorf macht einen recht verschlafenen Eindruck, viel Tourismus ist hier wohl nicht. Dennoch gibt es gleich mehrere Tavernen entlang der engen Ortsdurchfahrt, wovon leben die? Wir essen ein Omelett und trinken eine Cola, dann geht es weiter. Noch 15km, dann sind wir am heutigen Ziel, am Ende der Straße im Lousios-Tal, wo wir morgen wandern wollen. Etwa 2km vorher stoppt uns der Fahrer eines deutschen Wohnmobils, unten stünde ein großer Reisebus und es sei kein Platz mehr. Den solle man erst kommen lassen, denn die Straße sei sehr schmal. Ich gehe zu Fuß hinunter und warte unten. Ja, hier ist wenig Platz, aber es reicht für zwei Womos und am Abend sind alle Autos weg. Wir schauen uns noch die Asklepios-Ausgrabungen an,

neben uns rauscht der Fluss Lousios, später koche ich…

das wird ein gute Nacht…

16. Oktober

Klösterwanderung

10 Grad am Morgen, so kalt hatten wir es lange nicht! Und es dauert lange, bis die Sonne über den Berg kommt. Wir ziehen unsere Bergschuhe an und machen uns auf den Weg. Zunächst über die Brücke,

 

dann im Tal des Flusses Lousios.

Wir passieren die kleine Kapelle

und wandern weitgehend durch Waldgebiet, immer leicht ansteigend. Eine weitere Brücke bringt uns auf die andere Seite, hier ist das Tal schon sehr eng und der Fluss hat sich tief ins Gestein eingegraben. Jetzt geht es steil bergauf und irgendwann erreichen wir das Kloster Prodromou. Wie ein Nest hängt es unter einer nach oben überhängenden Felswand, völlig von der Welt abgeschieden, absolut beeindruckend.

 

Ein Mönch empfängt uns, zeigt uns die in den Fels gebaute Kapelle aus dem Jahre 1167 (fotografieren nicht erlaubt) und lädt uns zu einem griechischen Kaffee mit Gebäck und klebriger Süßigkeit ein. Vom Balkon hat man eine sehr schöne Aussicht. Wir wandern weiter, wieder abwärts in die canyonartige Schlucht, wieder eine Brücke, und über Serpentinen hinauf bis zum alten Kloster Filosófou, nur noch eine Ruine.

Und dann noch viele Stufen hinauf zum neuen Kloster Filosófou, dem Endpunkt der Wanderung.

 

Nicht ganz, denn wir müssen ja noch den ganzen Weg zurück. Nach gut vier Stunden sind wir wieder am Womo. Diese Wanderung war ein absoluter Höhepunkt unserer diesjährigen Griechenlandreise.
Da wir doch recht erschöpft sind, bleiben wir einfach eine weitere Nacht stehen. Im Fluss Lousios können wir uns wunderbar erfrischen, aber saukalt!

 

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Die Mani, südlicher geht nicht

Jetzt haben wir uns doch noch entschlossen, eine Rundreise über die Halbinsel Mani, den mittleren Finger des südlichen Peloponnes, zu machen, landsend zieht mich wieder magisch an. Über Kalamata  (neue Umgehungsstraße) fahren wir zunächst bis Stoupa,  dort machen wir Pause am Strand, dann weiter bis Neo Oilytho, wo wir einen SP kennen. Es gibt ihn noch und immer noch kostenlos.

Die Nacht ist nicht gerade gut, heiß, schwül und wahnsinnig viele Mücken. Warum mag ich Griechenland manchmal nicht?

Ans Ende Europas

Eigentlich wollte ich die letzten 50km bis zum Kap mit dem Rad fahren, aber Erich hat Bedenken. Es ist aber auch wieder sehr schwül heute, vielleicht wieder Gewitter? Und die Höhenunterschiede sind auch nicht zu unterschätzen.


Die Mani, schroffe baumlose Berge, felsige, kaum zu erreichende Küsten, fast menschenleer, irgendwie gefällt mir diese archaische Gegend, hat was Besonderes.

Auffallend sind die Wohntürme in den Dörfern, einst von reichen Familien als Festungen erbaut, immer gab es Kämpfe zwischen den maniotischen Familien. An den steilen Hängen kann man bis weit nach oben noch gut die winzigen Ackerterrassen erkennen, wieviel Mühe dahinter steckt.
Wir fahren zunächst bis Gerolimena, ein letzter kleiner Fischerort, wo wir mal wieder einen Frappé trinken. Ein Kiesstrand lädt zum Baden ein, glasklares Wasser.
Und weiter gehts auf schmaler Straße, zum Glück kaum Verkehr, bis zum südlichen Ende der Mani, gleichzeitig der südlichste Punkt des Peloponnes. Vom Parkplatz, auf dem wir später übernachten werden, geht ein Wanderweg zum Leuchtturm,  weiter geht es wirklich nicht.

Nach ca. 45 Minuten haben wir ihn erreicht, bei Sonne dürfte der Weg ganz schön mühsam sein.



Sagte ich schon,  dass ich ein immer gerne irgendwo am letzten Ende stehe? Und jetzt stehen wir am südlichsten Punkt Europas (Festland), den ein ziviler Mensch erreichen kann. Der eigentlich südlichste Punkt in Tarifa/ Spanien ist nämlich militärisches Sperrgebiet. Wieder ein Rekord, ha! Auf dem Rückweg schauen wir uns noch die Ausgrabung genauer an.

Nach der Rückkehr kehren wir in der Taverne in der Nähe des PPs ein, Erich bekommt ein Bier, ich einen Wein und wir teilen uns ein Souvlaki, das Leben ist schön!

12.Oktober

Wir werden von Schüssen und Hundegekläffe geweckt, die Jagdsaison hat begonnen. Nix wie weg hier! Etwas traurig verlasse ich dieses schöne Ende der Welt. Kurz vor Vathia stellen wir uns auf einen Parkplatz mit Meerblick und frühstücken erst einmal.

Schon gestern fand ich diesen Ort sehr beeindruckend, heute schauen wir ihn etwas genauer an. Vathia liegt auf einem Hügel, rundherum die kahle, mondähnliche Landschaft der Mani. Die typischen Wohntürme stehen dicht gedrängt, einige versucht man wohl zu renovieren, aber eher halbherzig. Das Problem ist, dass die Geschossdecken aus Holz zusammenfallen, keine gute Perspektive. Einst muss es ein ziemlich reicher Ort gewesen sein, heute wohnen nur noch zwei Familien das ganze Jahr in Vathia. Wir bummeln lange durch die engen Gassen, behindertengerecht ist es hier wirklich nicht!



Auf der Ostseite der Mani fahren wir weiter Richtung Githio. Die Straße ist erstaunlich gut und kaum Verkehr, trotzdem kommen wir nur langsam voran, zu viele Kurven. Wir halten noch einige Male, erinnern uns, dass wir hier schon früher waren. In Lagia trinken wir noch einen (überteuerten) Frappé, kaufen Seife und Honig und fahren dann bis Githio, wo wir uns auf dem CP Meltemi niederlassen.

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Volles Programm

04 OKTOBER 2019
1.Akt: Mein erster Blick aus dem Fenster meines Schlafzimmers zeigt mir eine schwarze Wolkenwand, da kommt was! Über dem Meer ist der Himmel noch blau und im Osten traut sich die Sonne etwas hervor. Es wird windig, bald so stürmisch, dass wir das Womo mit der Schnauze in den Wind drehen, weil es so wackelt. Und es beginnt zu regnen, ein Regenbogen spannt sich über den Himmel und das Grollen des Gewitters kommt näher. Kurze Zeit später ist das Gewitter direkt über uns, der Regen wird zum Starkregen und es hagelt sogar, sehr laut im Womo.

2.Akt: Das Gewitter zieht weiter, die Wolken auch, die Sonne kommt heraus und der Himmel ist so blau wie seit Wochen. Der Parkplatz hat sich in einen mittelgroßen See verwandelt, siehe oben. Gegen 11 Uhr gehe ich zum Strand, einige Stranddächer haben den Sturm nicht überstanden.

Ich überrede Erich zu einem Strandspaziergang, unser neuer Hütehund findet das nicht so gut.

Wir laufen bis zu einer Flussmündung, dann landeinwärts zurück. Ein Teil der Straße ist so voll gelaufen, dass wir durchs Wasser waten müssen.

Später kommen wir durch ein verlandetes Lagunengebiet, hier blüht es wie in der Lüneburger Heide, blassrosa bis violett, aber aufgrund des Regens stehen auch große Teile unter Wasser.

Das letzte Stück geht es durch Pinienwald zurück. Ein schöner Spaziergang.

3.Akt: Ein Blick auf die Wetterapp kündigt weiteren Regen für den Nachmittag an, deshalb gehen wir jetzt erst einmal schwimmen. Am Strand gibt es eine Dusche, brauchen wir dringend. Anschließend essen wir in der Strandbar einen Salat und Mezes, immer noch bei bestem Wetter. Aber wir sehen schon die nächste Front, die ziemlich schnell herannaht. Erich geht schon mal zum Womo und schließt alle Fenster. Wir können noch fertig essen, aber dann geht es auch schon los, das nächste Gewitter und wieder fast direkt über uns. Zeit für einen ausgiebigen Mittagschlaf.

4.Akt: Um 18 Uhr ist wieder bestes Wetter, um 21 Uhr regnet es schon wieder. Mal sehen, was in der Nacht noch passiert. So ist man irgendwie den ganzen Tag beschäftigt…

P.S. Das ganze Theater fand in Kalogria, Nordpeloponnes, statt, wo wir zwei Tage frei auf einem Parkplatz am Strand stehen.

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Nächste Insel: Levkada/Lefkas

Auf angenehm leeren und vor allem breiten Straßen fahren wirRichtung Preveza. Ein Tunnel unter einer Meeresbucht verkürzt die Strecke gewaltig. Die Insel Levkada ist durch einen Damm und eine Pontonbrücke mit dem Festland verbunden. Im Hauptort Levkada finden wir, nachdem wir mit dem Womo mitten durch die Fressmeile durch sind, einen Parkplatz und schauen uns das Städtchen an. Obwohl es auch hier die üblichen touristischen Einrichtungen gibt, macht doch alles einen ruhigeren Eindruck, gefällt mir.

Später fahren wir bis zum Südende der Insel, Vasiliki, und checken mal wieder auf einem CP ein.

Vasiliki hat eine hübsche Promenade. Die Tavernen liegen direkt am Wasser und man kann beim Essen den ein-und auslaufenden Schiffen zuschauen.

Ich freu mich mal wieder auf eine Radtour in die Berge.

Wir stehen verhältnismäßig früh auf und frühstücken in einem kleinen Café, das erspart den Abwasch. Ich habe ein kleines Dorf ausgesucht, Syvros, nicht allzu weit entfernt. Wir kommen an einem Miniwasserfall

und einem Brunnen vorbei und sind relativ schnell oben. In einer netten Taverne genießen wir einen Frappé.

Es ist ja noch früh am Tage….ein Blick auf die Karte…die Straße geht weiter, schlängelt sich in vielen Kehren aufwärts.

Erich ist nicht begeistert, aber alleine will er mich auch nicht fahren lassen. Also fahren wir noch ins nächste Dorf Agios Ilias, und dann entdecke ich noch einen vielversprechenden Aussichtspunkt, noch einmal 150m höher. Schließlich landen wir auf 750m Höhe über dem Meer. Mein Accu hat noch eine Reichweite von 1km, aber jetzt geht es ja nur noch abwärts. Hier auf der Höhe gibt es noch ein sehr gut erhaltenes, aber verlassenes Kloster.

Die Rückfahrt ist auch nicht ohne, meine Hände schmerzen beim Bremsen, ich muss öfter anhalten.

Am Südende Levkadas gibt es einen sehenswerten Leuchtturm. Da wir es nicht geschafft haben mit dem Rad dorthin zu kommen, fahren wir halt mit dem Womo. Die Straße ist schmal, aber sehr gut und kaum Verkehr, das war auf Korfu schon anders. Der Leuchtturm enttäuscht nicht, er liegt oben auf einem Felsenkap mit viel Aussicht.

Später fahren wir weiter nordwärts, wir suchen vergeblich nach einem SP. Die Zufahrten zu den Stränden sind für uns nicht machbar. In der Nähe von Agios Nikitas fahren wir auf einen CP, nicht schön, dunkel, unter Olivenbäumen, naja…für eine Nacht.

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Einmal Korfu, immer Korfu?

23 SEPTEMBER 2019
Sicher nicht! So schön die Insel ist, so hat sie doch einige gravierende Nachteile.
1. Die Straßen sind für Womos absolut grenzwertig, schmal, kurvig, viele Schlaglöcher, viel Verkehr. Besonders in den Bergdörfern ist es zeitweise so eng, dass kein Begegnungsverkehr möglich ist. Die Einheimischen kennen das und finden immer schnell eine Ausweiche, aber die vielen Touristen mit den kleinen weißen Mietautos bleiben vor Schreck mitten in der Kurve stehen, wenn sie uns sehen. Außerhalb scheinen die Olivenbäume geradezu nach unserem Womo zu greifen, anstrengend das Ganze.
2. Die Insel ist ja nicht sehr groß, dafür gibt es sehr viele Touristen. Die Küsten-und Badeorte haben alle jahrmarktähnlichen Charakter, Tavernen, Souvenirshops, Autovermietungen etc. reihen sich aneinander entlang der meist einzigen Straße und aus jedem Laden plärrt laute Musik.
3. Der Müll. Selten haben wir entlang der Straßen und in der Natur so viel Müll gesehen, meistens Plastikflaschen und Dosen, die achtlos weggeworfen werden. Die vorhandenen Müllcontainer sind meistens offen und der daneben gestellte Müll wird offenbar nicht mitgenommen. Die CPs und die privaten Areale sind dagegen sehr sauber, hier liegt kein bisschen Müll herum.
Dennoch bin ich froh diese schöne Insel kennengelernt zu haben. Alle Leute, mit denen wir zu tun hatten, waren äußerst freundlich und hilfsbereit. Die CPs waren zu dieser Zeit sehr leer und man konnte sich die schönsten Plätze aussuchen. Auch Freistehen war völlig unproblematisch, sowohl an der Küste als auch in den Bergen. Gerne hätte ich noch mehr Bergwanderungen unternommen, aber die Hitze bremste uns oft aus.

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Korfu-Stadt, oder sind wir doch in Italien?

22 SEPTEMBER 2019
Und zum Abschluss endlich nach Korfu!
Wir haben gut und sehr ruhig auf unserem Müllplatz übernachtet und am Morgen kann ich mir ein Bad an unserem Privatstrand nicht verkneifen. Aber dann gehts Richtung Korfu. Die Strecke heute ist ok.,nicht soo schwierig. Trotzdem muss man in den engen Ortsdurchfahrten wieder gut aufpassen und so brauchen wir für 45 km weit mehr als eine Stunde. Für Korfu haben wir einen größeren PP einprogrammiert, wir finden ihn auch auf Anhieb, aber natürlich keine Chance für uns. Wir wollen schon wieder hinausfahren, da sehen wir einen großen leeren PP direkt am Hafen. Da hier Parkgenühren zu entrichten sind, ist er wohl leer. Wir zahlen gerne die 6 € und bekommen gleich gesagt, dass es bis zum nächsten Morgen um 9 Uhr gilt, das ist doch echt klasse. Jetzt haben wir den ganzen Tag Zeit, der PP ist bewacht, so what.
Wir laufen los, am Wasser entlang und kommen bald in die Altstadt. Das italienisch/ venezianische Flair dieser Stadt ist nicht zu leugnen, enge Gassen, gemütliche Plätze, schöne alte Bürgerhäuser, die vielen Arkaden, das gefällt mir sehr.

^AAuch die überwiegend touristischen Läden haben hier ein anderes Niveau, so bummeln wir lange durch die Gassen, trinken einen Frappé und essen eine Kleinigkeit. Über den weitläufigen Platz Esplanaden kommen wir zur Alten Festung aus dem 16.Jhdt. Sie wurde von dem Deutschen Adligen von Schulenburg geplant und gebaut, der in der venezianischen Armee diente.Die Festung wurde durch einen Kanal von der Insel getrennt und immerhin gelang es von Schulenburg, Korfu vor den Türken zu retten.Nun interessieren mich solche martialischen Orte nicht so sehr, aber die Aussicht von oben soll toll sein, und so ist es. Die Festung ist wirklich riesig, wir steigen ganz hinauf, oben ist ein kleiner Leuchtturm, und wir werden nicht enttäuscht: uns zu Füßen breitet sich die ganze Stadt aus, der Blick geht weit bis nach Albanien und unseren Pantokrator sehen wir natürlich auch.Müde kommen wir zum Womo zurück, das inzwischen im Schatten liegt. Ruhig ist der PP nicht, aber dawir morgen früh auf die Fähre wollen, die gleich nebenan abfährt, beschließen wir hier zu bleiben.

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