Martinimarkt in Wangen und Hymermuseum in Bad Waldsee

Seit Jahrhunderten findet am Montag nach dem Martinstag in Wangen ein sehr großer Markt statt. Wir haben gestern Abend Plakate gesehen und da wir noch Zeit haben, spontan beschlossen noch einen Tag hier zu bleiben, zumal das Wetter phantastisch ist.

Die gesamte historische Innenstadt ist gesperrt, die Verkaufsstände reihen sich aneinander, von Socken, Mützen, Kleidung bis Werkzeug, Süßigkeiten etc. ist alles zu haben.

Natürlich waren wir schon oft auf solchen Märkten, aber dieser war besonders groß und die Atmosphäre in der mittelalterlichen Stadt außerordentlich. Und dazu das sonnige, milde Novemberwetter! Wir ergatterten einen der wenigen sonnigen Plätze draußen vor einem Café, wo wir uns ein Bier und ein Aperol Spritz schmecken ließen. Warum waren wir eigentlich in Italien?

Am nächsten Tag hat sich das gute Wetter leider schon wieder verzogen, jetzt haben wir Schmuddelwetter, gerade richtig für einen Museumsbesuch. Schon immer wollten wir mal ins Hymermuseum, als langjähriger Camper und Wohnmobilist sollte man das mal gesehen haben. Bis Bad Waldsee ist es nicht weit, aber auf der kleinen Landstrasse mit vielen Kurven zieht es sich doch ziemlich. Selbstverständlich hat das Museum einen großen Womoparkplatz ( aber ohne V/E), und in dieser Jahreszeit sind auch nicht viele Besucher da. So können wir in aller Ruhe in die Welt der alten Caravans und der ersten Wohnmobile eintauchen und unsere eigenen Erinnerungen auffrischen.

Mein erstes Wohnmobil stand 1982 vor der Tür, ein VW-Bus mit Westfalia-Ausbau aus dem Jahr 1974, sieht man heute noch manchmal auf der Straße.
Übernachtet haben wir dann auf dem SP in Bad Waldsee, großzügige Parzellen mit Strom. Eigentlich wollte ich noch ins nahe Thermalbad, war aber dann doch zu müde.

Ehe wir am nächsten Tag endgültig heim fahren noch ein kleiner Bummel durch das hübsche Städtchen Bad Waldsee, aber zu kalt zum Fotografieren, und der See liegt still und schweiget…

Zuhause empfing uns eine eiskalte Hütte. Da wir früher zurück waren als geplant, hatte sich die Heizung noch nicht wieder eingestellt, knapp 10 Grad drinnen sind nicht so prickelnd.

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Schwerlastabgabe…gar nicht so leicht zu bekommen

Gestern sind wir dann doch aufgebrochen Richtung Heimat, nach einigen schönen Tagen ist wieder Regen gemeldet, jetzt reicht es uns. Wir sind bis Como gefahren und haben uns  in der Nähe auf einem ziemlich neuen Stellplatz niedergelassen. Ist das trüb draußen! Die Wolken hängen so tief, dass man von den Bergen nichts sieht. Aber ich will wenigstens noch einen Blick auf den Comer See werfen, in gut 10 Minuten bin ich am Ufer, aber wie erwartet, alles zugebaut. Lediglich am Anleger der Fahrgastschiffe komme ich ans Wasser heran.

Nun ja, wir wollen ohnehin weiter Richtung Norden. Aber erst einmal müssen wir für den Transit durch die Schweiz zum Zoll, weil unsere Schwerlastabgabe, die man für ein Womo über 3,5t zahlen muss, abgelaufen ist. Wir fahren los, Richtung Autobahn Lugano, alles richtig, nur kommen wir leider an eine Auffahrt, an der es keine Zollstelle gibt, schon gar nicht am Sonntag. Der italienische Zöllner erklärt uns, dass wir nach Chiasso zurück müssen, um dann an der Grenzstelle der Autobahn zum Zoll zu kommen. Also zurück, noch mal fast am Stellplatz vorbei, Kreisverkehr zum Wenden, dann Richtung Milano auf die Autobahn nach Süden. Wir nehmen die nächstmögliche Abfahrt, wenden wieder an einem Kreisverkehr und wieder zurück auf die Autobahn, jetzt nach Norden. Na also, geht doch! Jetzt kommen wir an den normalen Grenzübergang und dort können wir auch unsere Schwerlastabgabe beim Zoll zahlen. An 10 beliebigen Tagen können wir nun wieder innerhalb eines Jahres durch die Schweiz fahren.
Ansonsten war die Fahrt problemlos, südlich des San Bernardinopasses war alles in Wolken gehüllt,

je weiter nördlich wir kamen, desto besser wurde das Wetter.

Und wie gut es war, dass wir den Umweg zum Zoll gemacht haben, zeigte sich 500m vor der österreichischen Grenze: wir gerieten in eine Polizeikontrolle. Erstmals in all den Jahren wollten sie das Formular der Schwerlastabgabe sehen und kontrollierten das Datum. Da alles vorschriftsmäßig war, wurde der Beamte recht freundlich und redselig und fragte nach unseren Erfahrungen in Italien, und ob wir denn Schwimmwesten gebraucht hätten…
In Bregenz haben wir noch günstig getankt und dann sind wir bis Wangen auf den uns bekannten Stellplatz gefahren. Hallo Deutschland!

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Manarola und Vernazza

Wir müssen mal raus aus Levanto. Also gehen wir zum Bahnhof und erkundigen uns welche Wege nach dem großen Regen begehbar sind. Große Enttäuschung: alle Küstenwege der Cinque Terre sind seit dem letzten Sturm geschlossen und müssen erst wieder hergerichtet werden. Schade, denn das ist hier ja eigentlich die größte Sehenswürdigkeit. Nun ja, aber da die Zugverbindungen sehr gut sind, können wir die Dörfer auch so besichtigen. Wir fahren als erstes nach

Vom Bahnhof dort muss man erst einmal durch einen langen Tunnel, dann ist man gleich in der Hauptstraße, ganz ohne Autoverkehr, dafür werden im Winter die Boote hier geparkt.

Natürlich ist alles auf den Tourismus ausgerichtet, trotzdem schön, die hohen Häuser, die sich an den Berghang kuscheln, wie kommen die Menschen nur zu ihren Wohnungen?

Wir laufen vor bis zum kleinen Hafen

und weiter bis zum Beginn des Wanderweges, ja, er ist zu Recht gesperrt, hier möchte man zur Zeit nicht laufen, da sind etliche Reparaturen notwendig.

Richtung Riomaggiore verläuft der ehemalige Traumpfad Via dell’Amore, dieser ist bereits seit 2012 wegen Steinschlaggefahr nicht mehr begehbar und wird wohl auch in absehbarer Zeit nicht wieder geöffnet.


Wir gehen zum Bahnhof zurück, natürlich ist der Zug nach Riomaggiore gerade abgefahren und wir müssen eine Stunde warten, Mist.

Deshalb beschließen wir den nächsten Zug nach Vernazza zu nehmen, sieben Minuten Fahrzeit. Vernazza ist der meist besuchte von den fünf Orten, er ist aber auch wirklich sehenswert mit seinem kleinen Hafen und dem Strand, den bunten Häusern und dem großen Platz am Hafen.

Jetzt in der Nachsaison ist es hier richtig angenehm, im Sommer tritt man sich sicherlich auf die Füße. Nichtsdestotrotz sieht man viele Chinesen und wir kommen in einem Café mit einem sehr netten kanadischen Ehepaar ins Gespräch.

Leider ist auch dieser Wanderweg, der durch die Weinberge nach Monterosso führt, gesperrt.

 

 

 

 

Viel schlimmer jedoch hat es Vernazza 2011 bei einem Unwetter erwischt. Damals rollte eine Schlammlawine durch die Hauptstrasse und und lagerte sichbis zu 1,5m Höhe ab. Kurz vorm Bahnhof gibt es ein eindrückliches Foto.

Das Wetter  heute ist wider Erwarten ziemlich sonnig, manchmal irrt sich der Wetterbericht eben doch und so können wir wunderbar draußen unseren Cappuccino genießen. Nur leider sind die Tage jetzt sehr kurz, den nächsten Ort müssten wir schon in der Dunkelheit besichtigen, deshalb fahren wir zurück nach Levanto, diesmal 11 Minuten Fahrzeit.

(Kleine Bilder zum Vergrößern anklicken)

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Die Sache mit der Post…

Ich wollte zur Abwechslung mal wieder ein paar Ansichtskarten an liebe Freunde schicken, immer nur whatsapp ist doch langweilig. In Monterosso habe ich einige gekauft und dazu gleich die passenden francobolli. Der freundliche Verkäufer machte mich darauf aufmerksam, dass ich diese Karten nur in die gelben Briefkästen werfen darf. Wieder zurück auf dem CP in Levanto habe ich mich gleich hingesetzt und fleißig geschrieben, ungewohnt, ist man doch nur noch das Tippen auf dem tablet gewohnt. Und dann wollte ich die Karten natürlich gleich in den Briefkasten werfen. Der Verkäufer hatte mir die Karten in einen Umschlag gesteckt, dessen Innenseite enthielt mehrere Ortspläne mit eingezeichneten Briefkästenstandorten. So weit so gut. Für Levanto waren drei Standorte eingezeichnet, sollten nicht so schwierig zu finden sein, ich habe jedoch keinen einzigen gefunden! Ich habe in mehreren Geschäften nachgefragt, alle waren sehr bemüht, hatten aber keine Ahnung. Gelbe Briefkästen? Ne, die sind doch rot! Gehn Sie mal zur Post. Natürlich ist die Post in irgendeiner kleinen Gasse, aber ich hab ja maps, toll. In der Post war ziemlich viel los, erst einmal eine Nummer ziehen und warten, irgendwann kam ich dran. Nein, diese Briefmarken sind nicht von der Post, sondern von einem privaten Betreiber, wurde mir erklärt, und er könne die Karten nicht annehmen, aber da und da gäbe es ein Geschäft…Ich fand dieses Geschäft…es hat bis zum 26. November Urlaub! Tja liebe Freunde, so wird das nichts, dann müsst ihr eben doch meinen Blog lesen…

Update: Vorgestern habe ich noch einmal vergeblich in Levanto nach diesem ominösen gelben Postkasten gesucht. Gestern waren wir zuerst in Manarola, dort sollte es auch einen geben, haben wir aber auch nicht gefunden. Aber in Vernazza! Dort stand einer, ganz unscheinbar in einem kleinen Laden, in dem Ansichtskarten verkauft wurden, nur während der Öffnungszeiten zugänglich.

Jetzt bin ich gespannt, ob die Karten ihren richtigen Weg finden und wie lange sie unterwegs sind. Abgeschickt am 8.November…

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Levanto, das 6. Dorf der Cinque Terre

Nein, Levanto ist natürlich eine Stadt, hat immerhin 6500 Einwohner, aber man fühlt sich hier wie in den Cinque Terre, sie sind ja auch zu Fuß erreichbar, aber davon später.

Wir sind jetzt schon fast 10 Tage hier, und es wird uns nicht langweilig. Hauptthema ist mal wieder…das Wetter! Norditalien erlebt ja gerade eine der größten Wetterkatastrophen mit bereits über 30 Toten, schrecklich. Aber darüber will ich nicht berichten, wir sind noch ganz gut davon gekommen. Geregnet hat es meistens nachts, und immer wenn wir beschlossen haben zu fahren, schien am nächsten Morgen die Sonne vom blauen Himmel und wir sind geblieben, weil man hier doch so viel unternehmen kann. So oft wir auch durchs Städtle gehen, wir entdecken immer etwas Neues. Anfangs zog es uns immer zum Strand, Wellen schauen. Bei den Temperaturen könnte man ja noch baden…aber die Wellen! Das freut die Surfer natürlich, und denen kann man von einer Strandbar aus wunderbar zuschauen. Inzwischen ist am Strand alles geschlossen und wir streifen gerne durch die Gassen.

Die Stadt hat noch eine recht gut erhaltene Stadtmauer mit einigen Türmen, z.B. den Uhrenturm in der Nähe des CP, der nachts doch manchmal etwas nervt.

Viele Treppenwege erschließen die höher gelegenen Ortsteile, auf einem der Wege kommt man zur Kirche St. Andrea aus dem 13. Jhdt., deren Turm weithin sichtbar ist mit seinen schwarz-weißen Streifen.

Auffallend ist auch der alte Bahndamm, der die Stadt vom Strand abtrennt.

Bis in die 70er Jahre fuhr die Eisenbahn mitten durch die Stadt, ehe die Trasse weiter ins Hinterland verlegt wurde. Heute fahren hier Autos. Und was macht man mit den alten Tunnel, die sich an der Küste entlang ziehen? Fahrradwege! Ich war ja schon recht häufig in Levanto, das letzte Mal allerdings vor ca. 15 Jahren, da gab es die Radwege noch nicht, da musste man noch mühsam über einen kleinen Pass laufen, um ins Nachbardorf Bonassola zu kommen.

Da das Wetter so unbeständig war, trauten wir uns keine längeren Wanderungen zu machen. Deshalb waren wir dreimal in Bonassola, aber immer verschiedene Wege. Einmal durch den Tunnel hin und zurück, da ist es bei Regen auch trocken, einmal zu Fuß über den Pass, einmal mit dem Rad über einen längeren Umweg, mit einer rasanten Abfahrt, vorbei an der Kirche San Georgio.

Und falls es geregnet hätte, wären wir durch den Tunnel sehr schnell wieder in Levanto beim CP. Man kann übrigens noch weiter durch die Tunnel bis Framura fahren. Zwischendurch gibt es immer wieder kurze offene Strecken mit Ausblicken aufs Meer. In Framura gibt es einen großen Fahrradverleih und einen netten kleinen Hafen. Ins Dorf kommt man allerdings nicht so einfach, es sei denn man trägt sein Fahrrad die Treppen hinauf.

Da wir ja gerade so fit mit unseren Rädern sind, haben wir uns auch eine Fahrt ins Hinterland zugetraut. Über den Colla di Gritta fuhren wir zum Sanctuario Nostra Signora di Soviore, über 400 Höhenmeter haben wir bezwungen. Jetzt in der Nachsaison ist kaum Verkehr auf den kleinen Straßen, im Sommer ist es sicherlich anders. Dafür war leider hier oben schon absolut tote Hose, Kirche und Restaurant geschlossen, keine Menschenseele mehr.

Aber die Aussicht hinunter auf Monterosso und das Meer gibt es das ganze Jahr. Unten am Pass haben wir immerhin noch ein Sandwich bekommen, das liebloseste ever. Die anschließende Abfahrt war rasant, diesmal sind wir durch und nicht um das klein Dörfchen Legnaro gefahren, Straßenbreite 1,5m, breit genug für unsere Räder und zurück zur Hauptstraße mit bis zu 20% Gefälle! Aua meine Hände!

Und gestern war es dann endlich so weit, dass wir nach Monterosso laufen konnten. Der Wetterbericht versprach uns einen regenfreien Tag, eine kleine Seltenheit in diesem Jahr. Der Weg war gut begehbar, anfangs Treppenstufen, dann teilweise etwas ausgesetzt mit schönen Ausblicken aufs Meer.

Nach knapp zwei Stunden erreichten wir das Kap Punta Mesco mit seiner alten Ruine und der ehemaligen Marinestation.

Der Abstieg nach Monterossa über viele Treppenstufen war problemlos, aber anstrengend und unten genehmigten wir uns erst einmal ein Bier und etwas zu essen. Durch einen Tunnel kommt man in den älteren, schöneren Ortsteil. Die Straße war jedoch wegen Erdrutschen und Steinschlag gesperrt…der Regen…! So sind wir gleich zum Bahnhof und der nächste Zug brachte uns in 4(!) Minuten zurück nach Levanto. Drei Stunden hin…4 Minuten zurück, sind wir blöd?

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Alle Wetter!

Ja, der Wetterbericht hat gestimmt, der angekündigte Regen in entsprechender Menge kam. Bereits den ganzen Sonntag regnete es immer wieder, in der Nacht wurde der Regen stärker, es gewitterte fast die ganze Nacht, und am Montagmorgen schüttete es wie aus Kübeln.

Dazu Hagel, dass wir um unser Womodach und -fenster fürchteten. Wir stehen ja ziemlich sicher auf dem CP Acqua Dolce in Levanto, allerdings neben einem Bach, der immer mehr anschwoll.

Wir überlegten umzuziehen auf einen höheren Platz, der CP-Betreiber beruhigte uns aber und versprach uns rechtzeitig zu warnen. Er kam etwa alle halbe Stunde und schaute nach dem Wasserstand. Gegen Mittag wurde der Regen weniger und hörte auch bald auf, und auch der Wasserstand im Bach sank wieder. Am Nachmittag sind wir ins Städtchen gegangen um einen Kaffee zu trinken, vergeblich. Alle Geschäfte, Restaurants, Bars etc. waren geschlossen, es bestand Alarmstufe ROT, die höchstmögliche. Viele Eingangstüren wurden verrammelt, alle versuchten emsig alles zu sichern, denn am Abend sollte das nächste Unwetter kommen, ein starker Sturm.

Auch wir packten alles ein, um im Fall der Fälle starten zu können.

Die Nacht war ruhig, manchmal hat das Womo im Wind geschaukelt, aber wir haben wunderbar tief und fest geschlafen, noch mal Glück gehabt. Und eigentlich dachten wir, naja, der Sturm war ja gar nicht so schlimm. Ich bin gleich am Morgen zum nahen Strand gelaufen und wollte nach der Brandung schauen. Unser Nachbar erzählte mir von großen Schäden im Stadtpark, oha, da hat es zwei große Platanen erwischt und die Aufräumarbeiten waren schon in vollem Gange.

Und wie es am Strand aussah! Teilweise sah man keinen Sand mehr, nur noch angeschwemmten Unrat, Baumstämme etc. bis hinauf zur Promenade.

Die Umkleidekabinen hatten kein Dach mehr oder waren total zerstört,

und wo man gestern noch ungestört auf die Toilette gehen konnte…

Ganz Italien war von diesem starken Unwetter betroffen, es gab etliche Tote, der Schiffsverkehr war eingestellt, die Autobahnen teilweise gesperrt, die Medien haben wohl auch in Deutschland berichtet. Im Nachbarort Monterosso wurden die Wohnungen in den Erdgeschossen evakuiert, das Unwetter von 2011 ist wohl noch nicht vergessen. Unser Campingplatz liegt geschützt hinter größeren Häusern, deshalb haben wir von dem Sturm nicht so viel mitbekommen.

Und heute scheint teilweise schon wieder die Sonne. Ganze Kolonnen sind mit Aufräumen beschäftigt, wir haben eine kleine Wanderung über den Berg nach Bonassola gemacht und durch den Tunnel zurück.

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Kommt der große Regen?

26 OKTOBER 2018, 20:52
Gestern wurde im Wetterbericht eine sehr große Regenfront an der Alpensüdseite, speziell Lago Maggiore, angekündigt. Ein Tief zieht vom Mittelmeer herauf und die Niederschläge werden am Alpenrand wie eine Zitrone ausgequetscht. Und nun? Wir haben lange diskutiert, regnen wird es im gesamten oberitalienischen Raum, und zwar fast die ganze nächste Woche. Sollen wir zurück auf die Nordseite? Dort ist es zwar trocken, aber kalt. Die Entscheidung ist gefallen: wir haben noch drei Wochen Zeit, wir fahren nach Ligurien, Cinque Terre, nun doch noch einmal ans Mittelmeer.
Also haben wir heute morgen zusammengepackt, um vor dem großen Regen noch ein Stück südwärts zu fahren. Es lief ausgesprochen gut, sodass wir schon am Nachmittag auf dem CP Acqua Dolce in Levanto einchequen konnten. Ich hatte heute morgen angerufen und reserviert, denn in Bayern und BaWü beginnen die Herbstferien, und ich weiß, dass dieser Platz sehr schnell voll ist ( ist im übrigen der einzige noch geöffnete Platz in dieser Gegend). Hier werden wir einfach die nächsten Tage abwettern, ist ja nicht das erste Mal, und es ist wenigstens nicht kalt.
Ansonsten kann man hier natürlich wunderbar wandern, darauf freue ich mich ganz besonders!

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